Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Horst Münck im Mittelpunkt der Feuerwehr-Hauptversammlung — Neues Fahrzeug und Sanierung der Wache


vom 30. Januar 2010

 

 

HERZOGENAURACH - Die Feuerwehr Herzogenaurach blickt mit großen Erwartungen auf das neue Jahr, denn es stehen große Ereignisse an. Die Sanierung und der voraussichtliche Teilneubau der Wache sollen ebenso angegangen werden wie die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs.


„Vor ihnen steht ein Bürgermeister der vor rund 46 Stunden seinen Haushalt verabschiedet bekommen hat“, freute sich German Hacker in der Jahreshauptversammlung. Der Grund, warum Hacker die Feuerwehrler an seiner Freude teilhaben ließ ist die Tatsache, dass der Verein heuer finanziell sehr gut bedacht wurde von der Stadt.

Im Moment ist eine Machbarkeitsstudie im Gange, mit der geklärt werden soll, was nun tatsächlich alles sanierungsbedürftig ist in der Herzogenauracher Wache. Die Sanierung und der Neubau sollen in diesem Jahr über die Bühne gehen, hofft der Bürgermeister. Daneben gebe es auch wieder ein neues Feuerwehrlöschfahrzeug und einen Gerätewagen als Ersatz für den Schlauchwagen.

Die 127 ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden haben also jeden Grund zur Freude, die sich in einem regen Vereinsleben ausdrückt. Die Feuerwehr sei immer zur Stelle wenn sie benötigt werde, so Landrat Eberhard Irlinger und genau deshalb sei er auch gegen eine Schließung der Dorffeuerwehren, wie es aus Teilen der Bevölkerung oft gefordert werde, weil diese angeblich zu viel Geld kosteten.

„Die Feuerwehr ist auf dem Dorf oft die einzig übrig gebliebene Gemeinschaft und viele Feuerwehrmitglieder würden auch mit Sicherheit nicht wechseln, wenn eine Zentralisierung der Wachen stattfinden würde.“ Dadurch würden viele der ehrenamtlichen Helfer für Deutschland verloren gehen und dies sei unverantwortlich.

Besonders gelobt wurde in der Versammlung Horst Münck, der für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt wurde und dafür das silberne Ehrenkreuz verliehen bekam. Menschen wie Münck seien für die Gesellschaft unglaublich wichtig, lobte der Landrat. Denn wer sei heute noch bereit, Zeit für andere Menschen zu opfern.

Der Bericht von Kommandant Matthias Rocca über die Feuerwehreinsätze im vergangenen Jahr machte deutlich, um wie viel Zeit es sich dabei handelt. „Die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach wurde im letzten Jahr zu 190 Einsätzen gerufen“, so der Kommandant in seinem Bericht. 57 Brandeinsätze, 114 Hilfeleistungseinsätze und 19 Brandwachen seien es gewesen. Davon waren besonders spektakulär der Wohnhausbrand in Hauptendorf, die landwirtschaftliche Maschine in Welkenbach und eine brennende Gasflasche an der Herzo Base. Besonders lobte Rocca Jürgen Wittmann, der mit 94 Einsätzen „Spitzenreiter“ gewesen sei.

Auch das Vereinsleben neben den Einsätzen sei im vergangenen Jahr recht lebendig gewesen, so Schriftführer Georg Bündgens. Man habe sich am Festzug anlässlich des Sankt Florianstages beteiligt und habe die Partnerstadt Wolfsberg in Kärnten besucht. Im Juli gab es sogar einmal fünf Veranstaltungen an einem Tag. Da wurde das neue Feuerwehrfahrzeug eingeweiht und Hochzeit sowie ein runder Geburtstag gefeiert. Außerdem lud die Feuerwehr am Nachmittag zum Public Viewing für das Spiel der deutschen Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft ein und nach dem Spiel hat es noch ein Grillfest gegeben.

Die Teilnahme der vielen aktiven Mitglieder sei dabei immer gut, freute sich der Schriftführer und lobte das Engagement seiner Vereinskollegen und besonders der 65 Jugendlichen.

Anke Bündgens lobte als Leiterin des Spielmannszugs ihre Musiker ebenso. Das Jahr 2010 sei zwar eher ruhig gewesen, da es nicht allzu viele Festzüge gegeben habe, doch dafür sei eben recht fleißig geübt worden. 35 Anfängerproben und 22 Gesamtproben habe es gegeben und dabei gelang es dem Spielmannszug sogar, ein neues Lied einzuüben.

Vorsitzender Franz Hagen zeigte sich rundum zufrieden mit seinem Feuerwehrverein und hoffte, dass es in diesem Jahr genauso erfolgreich weiter geht.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Christian Nahr, Jörg Seeberger, Verena Taschner, Jasmin Gumbrecht, Nadine Schonath, Marco Glas, Regina Scherzer (jeweils zehn Jahre), Stefan Hagen und Steffen Reinhardt für 20 Jahre und Horst Münck für 25 Jahre aktiven Dienst.