Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

vom 14. April 2011 von Richard Sänger
Die neue Firmenzentrale der Raubkatze am Puma Way 1 neben der Nordumgehung ist von einem Blitz getroffen worden. So wollte es das Szenario, das den Einsatzkräften als Aufgabe auferlegt wurde. Über die Drehleiter wurde eine Puppe aus 20 Metern Höhe "gerettet".


In der Hauptzentrale von Puma schlug die Brandmeldeanlage an. Der Feueralarm löste einen Großeinsatz der Herzogenauracher Feuerwehr aus. Per Durchsage, in Deutsch und Englisch, wurden die Mitarbeiter aufgefordert, das Gebäude über die gekennzeichneten Flucht- und Rettungswege zu verlassen, ohne Benutzung der Aufzüge. Der Übungseinsatz der besonderen Art bei dem Sportlifestyle-Unternehmens sollte nicht nur den Ernstfall simulieren, sondern Einsatzkräfte mit dem Gebäude vertraut machen.

Zwei Brandherde
Angenommen wurde ein "Blitzschlag", der einen Kellerraum und den Kantinenbereich des Verwaltungsgebäudes von Puma gleichzeitig in Brand setzte. Zuerst ging es darum, unter Einsatz des schweren Atemschutzes die verletzten Mitarbeiter zu finden und ins Freie zu bringen. Dort wurden sie den Rettungskräften des ASB übernommen. Sieben Jugendliche aus der Feuerwehr-Ausbildung hatten sich als Verletzte zur Verfügung gestellt.
"Die Leitstelle in Nürnberg hat wie geplant alarmiert", beschreibt Einsatzleiter Jochen Hofmockel von der Freiwilligen Feuerwehr den Einsatzbeginn der Übung. "Wir sind anschließend sofort ausgerückt, um die simulierten Brände von zwei Gebäudeseiten aus zu löschen." Ein besonderer Schwerpunkt der Übung, die durch den Einsatz von Nebelmaschinen sehr realistisch gestaltet wurde, lag in der Bergung einer Puppe über die Drehleiter von der rund 20 Meter hohen Kantinenterrasse.

Sicherheit an oberster Stelle
Zufrieden mit dem erfolgreichen Übungseinsatz zeigte sich auch Jörg Zeh, Systemmanager bei Puma: "Die Sicherheit unserer Mitarbeiter steht für uns an oberster Stelle. Wir haben deshalb eine moderne Gebäudeleittechnik mit rund 5000 Datenpunkten installiert, zu der eine Brandmelde- und Überwachungstechnik mit direkter Anbindung zu den Leitstellen von Feuerwehr und Polizei gehören".
Bei aller Technik gilt jedoch: Übung macht den Meister. Daher stehe Puma im regelmäßigen Austausch mit der Herzogenauracher Feuerwehr und nutze Übungen wie diese, um die Abläufe für den Ernstfall zu proben, sagte Zeh. Auch Junior Manager Johannes Hackstetter war mit dem Verlauf zufrieden.

Rocca als ziviler Beobachter
Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Matthias Rocca verfolgte die Einsatzübung, zusammen mit seiner kleinen Tochter in Zivil. "Es ist keine Spielerei, wenn unsere Fahrzeuge mit Alarm zu einer Übung ausrücken. Gerade in den Herzogenauracher Firmen ist eine Ortskenntnis sehr wichtig. Es können ja auch Gesundheit und Leben der Mitarbeiter davon abhängen", so Rocca, der mit dem Einsatz zufrieden war.