Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Weihnachtszeit: Polizei und Feuerwehr geben Tipps für den richtigen Umgang mit Kerzen

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt... Flackernde Kerzen zaubern seit jeher eine behagliche, stimmungsvolle Atmosphäre. Doch wenn der Adventskranz oder der Christbaum in Flammen aufgehen, ist es mit der „staaden Zeit“ schnell vorbei. Damit es nicht so weit kommt, haben Polizei und Feuerwehr ein paar wertvolle Tipps auf Lager.

vom 15. Dezember 2009


HERZOGENAURACH (jho) — Der wichtigste Ratschlag: Brennende Kerzen und offenes Feuer dürfen niemals unbeaufsichtigt sein. Die Polizei empfiehlt, Kerzen aus nicht tropfendem Wachs zu verwenden, sie nicht zu weit herunterbrennen zu lassen und sich immer zu versichern, dass die Kerzen vollständig gelöscht sind und keine glühenden Reste verbleiben, wenn man den Raum — und sei es nur kurz — verlässt.

„Auch sollte man die Kerzen löschen, bevor man müde wird. Sonst könnte es der letzte Schlaf sein“, warnt Kreisbrandrat Harald Schattan. Denn gerade, wenn Adventskranz oder Christbaum nahe an der Heizung stünden, trockneten die Nadeln umso schneller aus und könnten schon durch einen Funken Feuer fangen.
Deshalb lautet ein weiterer Tipp: Die grünen Zweige nicht zu nahe an der Heizung positionieren und für den Fall der Fälle immer einen mit Wasser gefüllten Eimer bereit stellen.
Kerzen sollten natürlich auch in einem gewissen Abstand von brennbaren Stoffen wie zum Beispiel Vorhängen oder Dekorationsmaterial aufgestellt werden. Kränze oder Gestecke sollten zudem auf einer feuerfesten Unterlage stehen. Gleiches gilt für den Christbaum: Er sollte standsicher in einem geeigneten Ständer mit Wasser stehen.
„Auch sollte der frische Baum erst kurz vor dem Fest in die Wohnung geholt und nicht zu nahe an der Tür aufgestellt werden, um den Fluchtweg nicht zu versperren“, fügt Schattan hinzu.
Für den Weihnachtsbaum empfiehlt sich ohnehin elektrische Beleuchtung, die den VDE-Bestimmungen entspricht.
Der Kreisbrandrat empfiehlt außerdem: „Defekte Glühbirnen nur gegen Glühbirnen der zugelassenen Wattstärke austauschen. Stärkere Glühbirnen entwickeln eine höhere Hitze, die zu Bränden führen kann. Ferner ziehen falsche Glühbirnen zu viel Energie, die dünnen Stromkabel können sich überhitzen und Schwelbrände auslösen.“ Sternwerfer gehören überhaupt nicht an den Baum. Und sie sind, ebenso wie brennende Kerzen oder Zündhölzer, generell kein „Spielzeug“, sollten also niemals in Kinderhände gegeben werden.
„Viele Brände und Unglücke könnten vermieden werden, wenn die Bürger selbst mehr Vorsorge treffen würden.
Außerdem könnten Schäden verringert werden, wenn immer sofort nach Entdeckung eines Brandes die Feuerwehr gerufen würde.

Über den bundesweit einheitlichen Notruf 112 sind die Feuerwehren rund um die Uhr erreichbar“, heißt es vom Kreisfeuerwehrverband.