Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

LFV-Artikelserie zur Feuerwehr-Aktionswoche 2008/2009

Tipps „Häufige Ursache für Wohnungsbrände - Elektrogeräte“ anlässlich der Feuerwehr-Jahresaktion

Die Feuerwehren geben in einer Feuerwehr-Jahresaktion Tipps zu Verhütung von Bränden

Im Haushalt herrscht Routine. Auch wer normalerweise vorsichtig und verantwortungsbewusst handelt, vergisst gelegentlich, sich noch einmal zu vergewissern, dass alle Gefahrenquellen ausgeschaltet sind. Das gilt bei so alltäglichen Dingen wie beim Umgang mit Elektrogeräten, beim Handwerken oder aber im heimischen Büro. Geräte des Haushaltsalltags, die sich erhitzen können, wie Küchenherde, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Bügeleisen und Heizdecken, gehören zu den häufigsten Brandursachen.

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LFV-Artikelserie zur Feuerwehr-Aktionswoche 2008/2009

Tipps zu Verhütung von Bränden: „Fettbrand“ anlässlich der Feuerwehr-Jahresaktion

Im Allgemeinen gilt Wasser als das Löschmittel Nr. 1. Doch nicht für jeden Brandfall ist Wasser die erste Wahl. Im Falle eines Fettbrandes, beispielsweise einer brennenden Fritteuse, führt Wasser zu einer explosionsartigen Verpuffung und in Sekundenschnelle brennt eine Küche lichterloh. Kommt Wasser mit heißem oder brennendem Fett in Berührung verdampft dieses explosionsartig und es kommt zur sogenannten Fettexplosion. Bei dem Übergang vom flüssigen Zustand des Wassers in die Dampfphase erfolgt eine riesige Volumenausdehnung. Heiße und brennende Fettteile werden mit einer gewaltigen Stichflamme aus dem Fettbehälter geschleudert. Hierdurch erleiden Personen unter Umständen schwerste Brandverletzungen und die Küche steht in Sekundenschnelle in Flammen. Damit dies nicht passiert, raten die Feuerwehren einen Fettbrand mit einem Feuerlöscher, der für Fettbrände geeignet ist, abzulöschen oder einfach mit einem Deckel dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen. Die Energiezufuhr (Gas/Strom) des Herdes muss abgeschaltet werden. Löschdecken eignen sich nicht, denn sie können durchbrennen. Damit es nicht zu einem Fettbrand kommt, sollte das Frittiergut immer gut getrocknet sein. Es sollte nicht zu viel Fett oder Öl ins Gefäß gegeben werden. Das Fett sollte nicht überhitzt werden. Gealtertes und verbrauchtes Fett sollte rechtzeitig erneuert werden. Verunreinigtes Fett hat eine niedrigere Zündtemperatur als frisches Fett. Anzeichen für verbrauchtes Fett sind starke Verfärbungen und „Schlamm“ der sich am Boden des Beckens und an den Heizschlangen abgesetzt hat. Grundsätzlich raten die Feuerwehren Fett nur im flüssigen Zustand in die Fritteuse zu füllen. Wird festes Fett in die Fritteuse gegeben, heizt sich die Heizschlange mit maximaler Temperatur auf und je nach Lage des Temperaturreglers kann es sein, dass dieser dies nicht mitbekommt und es kommt zur Überhitzung des Fettes. Fettblöcke sollten in einem Topf vorgeschmolzen werden. Damit Wasser nicht mit dem offenem Fettbad in Verbindung kommen kann (Wasserspritzer, etc.), sollte ein Sicherheitsabstand zwischen Friteuse und Wasser von 90 Zentimeter eingehalten werden. Ist dies aus räumlichen Gründen nicht möglich, hilft ein Spritzschutz in Form eines senkrecht montierten Bleches (Höhe ca. 35 Zentimeter).

Fettbrand

Auch mit eingebauten Filtern in Dunstabzugshauben ist Vorsicht geboten: Sie sättigen sich nach einiger Zeit mit Küchendämpfen und Fett. Die Filter sollte nie mit brennbaren Flüssigkeiten ausgewaschen, sondern nur gemäß der Bedienungsanleitung gereinigt oder durch einen neuen Filter ersetzt werden. Um ein Entzünden der Dunstabzugshaube zu vermeiden, solle darunter nie flambiert werden!
LFV-Artikelserie zur Feuerwehr-Aktionswoche 2008/2009

Wichtige Tipps zur Lagerung von Gerümpel auf dem Dachboden anlässlich der Feuerwehr-Jahresaktion

Fast wöchentlich wird in den Medien über Dachstuhl- und Speicherbrände berichtet. Solche Einsätze bedeuten für die Feuerwehren Schwerstarbeit, für die Gebäudebesitzer oftmals eine Katastrophe. Nicht nur dass unter der Feuerauswirkung das Dach des Hauses zerstört wird, oftmals sind durch Rauch und unvermeidliches Löschwasser die darunter liegenden Wohnungen ebenfalls geschädigt und nicht mehr bewohnbar. Diesen Umständen kann man leicht vorbeugen: Am besten man entzieht dem Feuer die Nahrung. An Gerümpel auf dem Dachboden dürften nicht nur Motten, Holzwürmer und anderes Ungeziefer ihr helle Freude haben, sondern auch ein Feuer könnte seinen Heißhunger an dem brennbaren „Wohlstandsmüll“ stillen. Ein kleiner Funke, ein Kurzschluss in der Elektroinstallation, ein Blitzschlag bei einem Sommergewitter oder ein Feuerwerkskörper an Silvester kann schon genügen, um einen Dachboden in Schutt und Asche zu legen. Die beste Vorsorge gegen umfangreiche Dachstuhlbrände ist dem Feuer schon vor dem Brandausbruch die Nahrung zu entziehen. Brennbare Flüssigkeiten, Gase und explosive Stoffe haben nichts unter dem Dach zu suchen. Sperrmülltermine sollte man nutzen um den Speicher aber auch den Keller und die Garage gründlich zu entrümpeln. Wichtig ist auch, dass Kamine die durch den Speicher führen, bautechnisch in Ordnung sind. Anweisungen und Mängelanzeigen der Kaminkehrer müssen umgehend ausgeführt werden. Wärmeisolierungen im Dachgebälk dürfen nur aus unbrennbarem Material bestehen.
Dachboden

Ein fachmännisch installierter Blitzableiter kann schweren Gewittern ihren Schrecken nehmen. Diese Vorsichtsmaßnahmen werden dem Feuer gar nicht schmecken. Ein verantwortungsvoller Hausbesitzer wird selbstverständlich dafür Sorge tragen, dass keine unbefugten Personen den Speicher unbemerkt betreten können. Wichtig ist auch, dass im Fall der Fälle die Feuerwehr schnell über Schlüssel zu abgeschlossenen Speicherräumen verfügen kann. Speicherräume sollten nicht ohne fachmännische Planung und Baugenehmigungen ausgebaut werden. Nur die Fachleute sind in der Lage Fluchtwege so zu planen, dass im Notfall dort wohnende Personen schnell gerettet werden können. Wenn alle Hausbesitzer diese Tipps beherzigen, brauchten die Feuerwehrleute vielleicht nachts ihre Träume nicht zu unterbrechen, um eventuell zu einem Albtraum gerufen zu werden.