Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

LFV-Artikelserie zur Feuerwehr-Aktionswoche 2008/2009

Tipps zum Grillen anlässlich der Feuerwehr-Jahresaktion

Grillen im Garten und in der Natur gehört zum Sommer wie das Badengehen. Dabei passieren jährlich über 4.000 Unfälle in Deutschland, bei denen an die 400 Personen schwere Brandverletzungen erleiden. Damit das Grillen aber vor allem jetzt bei den vorsommerlichen Temperaturen ein Vergnügen bleibt, raten wir folgende grundlegenden Regeln zu beachten, damit das Grillen nicht zum Albtraum wird.

- Es sollte unbedingt ein standsicherer Grill auf feuerfestem Untergrund eingesetzt werden mit dem Zeichen für “Geprüfte Sicherheit" (GS).

- Wichtig ist auch der ausreichende Sicherheitsabstand zu brennbaren Stoffen, wie zum Beispiel Sonnenschirmen.

- Bei Grillplätzen in Waldnähe stets darauf achten, dass die Glut nicht vom Wind verweht wird. Gerade im Hochsommer besteht hier akute Waldbrandgefahr! Der vorgeschriebene Sicherheitsabstand von 100 Metern ist einzuhalten.

- Wird Holzkohle beim Grillen verwendet, so sollte diese nur mit geeigneten Zündhilfen wie Grillanzündern oder Pasten in Brand gesetzt werden.

- Niemals Brennspiritus zum Anzünden verwenden, da diese Flüssigkeiten bereits bei Umgebungstemperatur verdunsten. Dabei entsteht eine höchst entzündliche Atmosphäre, die blitzartig durchzünden kann und dann zu schwersten Verbrennungen führen.

- Halten Sie für alle Fälle ein Löschmittel, z. B. einen Eimer mit Wasser oder eine Löschdecke bereit. Grillkohle sollte nach dem Grillen erst entsorgt werden, wenn sie komplett abgekühlt ist. Geeignet ist hier dann ein Blecheimer, nicht die Mülltonne!

- Beim Grillen mit einem Gasgrill ist zu beachten, dass alle Anschlüsse dicht sind und der Verbindungsschlauch nicht der direkten Hitze ausgesetzt ist.

Natürlich übt ein Grill auf Kinder einen gewissen Reiz aus - achten Sie deshalb umso mehr darauf, dass Kinder nicht in die Nähe der Feuerstätte kommen und bewahren Sie die Kleinsten so vor schweren
Verletzungen. Prävention ist seit Jahren eines der wichtigsten Anliegen vom Verein Paulinchen e.V. Der Verein der unter anderem auch Eltern von Brandverletzten Kinder zur Seite steht, ist der Meinung, dass sich ca. 60% der Verbrennungs- und Verbrühungsunfälle gezielt durch Aufklärung reduzieren lassen und der leider immer noch häufige Unfall durch das Grillen mit Spiritus mit konsequenter Aufklärung zu verhindern sein müsste. Jedes Jahr verbrennen oder verbrühen sich allein in Deutschland 6.000 Kinder so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen.

Bei längerer Trockenheit und der damit verbundenen Gefahr von Wald- und Flächenbränden, sollte beim Grillen in der freien Natur mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden.
grill
„Schützen Sie Ihr Kind! Verwenden Sie niemals Brennspiritus beim Grillen.“
Thema „Kinder“ für die LFV-Artikelserie zur Feuerwehr-Jahresaktion 2008/2009

Feuerwehr-Jahresaktion: Tipps zu Verhütung von Bränden


Kinder möchten die Welt entdecken. Sie warten dabei noch nicht einmal bis sie auf zwei Beinen stehen können. Ist die Fortbewegung auf allen vieren einmal erlernt, so gibt es für den Entdeckungsdrang der Kleinen kein Halten mehr. Hier sind jetzt insbesondere die Eltern und Erwachsenen gefordert, die Umgebung vor Gefahren für die Kleinen sicher zu machen. Viele Dinge die uns Erwachsenen das tägliche Leben erleichtern, sind für unsere Kinder eine Bedrohung. Dabei ist es sehr leicht möglich durch einfache Maßnahmen die eigene Umgebung sicherer zu gestalten. Elektrische Steckdosen sollten mit einer Kindersicherung versehen sein. Zu gerne amen die Kleinen ihre Eltern nach und stecken Gegenstände in die Öffnungen in der Wand. Bedenken Sie auch, dass Kinder an elektrischen Leitungen ziehen können und so an eine ungesicherte Steckdose gelangen können. Eingesteckte Leitungen, zum Beispiel für den Fernseher, sollten daher für Kinder nicht zugänglich sein. Eine weitere Gefahr bilden immer wieder auch Elektroherde. Kinder können schon bald die Herde einschalten und die heißen Platten erreichen. Heiße Töpfe die heruntergezogen werden, können zu lebensbedrohlichen Verbrennungen führen. Heiße Bügeleisen sollten immer beaufsichtigt werden. Immer wieder werden die Feuerwehren zu Bränden gerufen, die durch mit Feuer spielende Kindern ausgelöst wurden. Streichhölzer und Feuerzeuge müssen unbedingt an sicheren, für die Kinder nicht erreichbaren Orten aufbewahrt werden. Vertrauen sie ihnen nie offenes Feuer, zum Beispiel eine brennende Kerze oder Zündquellen an und lassen Sie Kinder nie damit unbeaufsichtigt. Ein Feuerzeug sollte nach Gebrauch sofort wieder an einem für das Kind nicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden. Behalten Sie ihr Kind immer im Auge und seien Sie sich der Gefahren im Haushalt bewusst. Kommt es wirklich einmal zu einem Unfall oder Brand, reagieren Kinder oft mit Angst und verstecken sich, anstatt einen Erwachsenen zur Hilfe zu rufen. Sobald Kinder ein Alter erreicht haben in dem ihnen ihr handeln bewusst wird, sollten sie auf die Gefahren im Haushalt hingewiesen werden. Können Kinder schon telefonieren, sollte ihnen auch beigebracht werden wie ein Notruf abgesetzt wird. Gerne führen wir in Kindergärten und Schulen Unterweisungen zum richtigen Führen eines Notrufes durch!
Kindherd
„Unbeabsichtigtes Einschalten des Elektroherdes durch Kleinkind“
Thema „Rauchmelder“ für die LFV-Artikelserie zur Feuerwehr-Jahresaktion 2008/2009

Feuerwehr-Jahresaktion: Feuerwehren rufen zum Rauchmelderkauf auf!


Am Freitag, den 13. März ist wieder Rauchmeldertag. An diesem bundesweiten Aktionstag weisen die Feuerwehren zusammen mit verschiedenen Partnern die Bevölkerung darauf hin, dass Rauchmelder nur Leben retten können, wenn diese von geprüfter Qualität sind, installiert und auch regelmäßig geprüft werden. Rauchmelder sind Lebensretter. Allerdings nur, wenn sie von geprüfter, guter Qualität sind. Die Feuerwehr empfiehlt VdS-anerkannte Rauchmelder nach der DIN EN 14604 zu kaufen. Diese Produkte werden von der VdS Schadenverhütung anhand der Vorschriften der europaweit geltenden Norm geprüft. Viele Rauchmelder werden in bester Absicht gekauft, dann aber nie installiert. Im Keller oder auf dem Schrank haben die kleinen Lebensretter keine Wirkung. Die Feuerwehren rufen deshalb eindringlich dazu auf, die gekauften Rauchmelder auch zu installieren. Wer in einem Haus oder einer großen Wohnung lebt, sollte beim Kauf von Rauchmeldern auf Vernetzungsmöglichkeiten der batterie- oder netzbetriebenen Rauchmeldern (per Funk und/oder Kabel) achten. Durch eine Vernetzung der Geräte wird sichergestellt, dass im Brandfall sämtliche Melder alarmieren und so rechtzeitig über eine drohende Gefahr informieren. Mit der Vernetzung gewinnt man wichtige Sekunden, in denen man sich in Sicherheit bringen kann. Gerade bei Neubauten sollten die Bauherren Kabel zur Vernetzung mit einplanen. Bei batteriebetriebenen Rauchmeldern wird die Notwendigkeit des Batteriewechsels ca. 30 Tage, bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden Signalton angekündigt. Die 9-Volt-Batterie in einfachen Rauchmeldern hält in der Regel ein Jahr. Daher sollte zur Sicherheit nach dem Urlaub und jeder längeren Abwesenheit ein Rauchmelder mittels Prüfknopf auf seine Funktionsfähigkeit hin getestet werden. Die Feuerwehren empfehlen für mehr Sicherheit, nur Rauchmelder mit Langzeit-Batterien mit einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren zu verwenden. So werden Wartung und Wechsel der Batterien gering gehalten und leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz. Immer noch sind zwei Drittel aller Haushalte ungeschützt: Noch immer schützen laut Forsa-Umfrage nur 31 % der Deutschen ihr Heim mit einem Rauchmelder. Weitere fünf Prozent besitzen einen Rauchmelder, haben diesen aber nicht installiert. Viele Menschen verwenden Rauchmelder mit Batterien, die jährlich ausgetauscht werden müssen, und vergessen dann den Batteriewechsel. Ein gefährliches Leben in vermeintlicher Sicherheit. Insgesamt ist die Ausstattung mit Rauchmeldern bei Singles und älteren Menschen deutlich unterrepräsentiert gegenüber Familien mit Kindern.
Rauchmelder
Ausführliche Informationen zum Thema im Internet unter http://www.rauchmelder-lebensretter.de.