Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Thema „Silvester-Feuerwerk“ für die LFV-Artikelserie zur Feuerwehr-Jahresaktion 2008/2009

„Wichtige Tipps zum Silvesterfeuerwerk“

Es ist für die Betroffenen ein schlechter Jahresanfang, wenn sich in das Läuten der Neujahrsglocken, der schrille Ton der Feuerwehrsirenen und die durchdringenden Signale des Martinshorns der Feuerwehr mischen. Immer wieder sind Brände, die durch Leichtfertigkeit und mangelnde Sorgfalt beim Abbrennen von Silvesterfeuerwerk ausgelöst werden Anlass für Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Leichtfertigkeit beginnt aber schon dabei, dass manche Feuerwerkskörper verbotenerweise in die Hände von Jugendlichen gelangen. Alljährlich zum Jahreswechsel ereignen sich zahlreiche Unfälle mit Feuerwerkskörpern, die nicht nur große Brandschäden hervorrufen, sondern auch zu schweren Verletzungen von Menschen führen. Vor allem Verletzungen, wie Fingerabrisse, Gehörschäden, Verbrennungen treten durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern auf. Eine der arbeitsreichsten Nächte des Jahres steht den Feuerwehren zu Silvester bevor. Meist ist es der unachtsame Umgang mit Feuerwerkskörpern die folgenreiche Brände und Verletzungen verursachen.
Sylvester
Schon beim Aufstellen der "Abschussrampen" für die Silvesterraketen werden oft verhängnisvolle Fehler gemacht. Die dazu verwendeten Flaschen werden nicht fest genug im Boden verankert oder unbedacht gar so ausgerichtet, dass die abgeschossenen Raketen unweigerlich ein Gebäude treffen, in ein offenes Fenster fliegen oder in der Nähe von brennbaren Bauteilen zu Boden gehen und dort ein Feuer entfachen. Aber auch bei den sogenannten stationären Feuerwerkskörpern, die in der Nähe von brennbaren Gegenständen abgebrannt werden, besteht höchste Brandgefahr.

Vor allem Balkone, die etwa mit Möbeln oder ähnlichem voll gestellt sind, werden leicht zur ungewollten Zielscheibe der „Böllerei“. Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besondere Gefahr dar. Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern!


Wir geben folgende Tipps für eine möglichst sichere Silvesterfeier:

- Zünden Sie Silvesterraketen oder andere Feuerwerkskörper nie in der Nähe von Gebäuden mit brennbaren Außenwänden oder brennbarem Inhalt an.

- Feuerwerkskörper und Raketen sind „Sprengstoff“. Lassen Sie Jugendliche unter 18 Jahren nicht damit hantieren.

- Richten Sie die "Abschussrampe" (leere Flaschen) so aus, dass die Flugbahn nicht in die Nähe von Gebäuden oder Personen führt.

- Beachten Sie unbedingt die Gebrauchshinweise der Hersteller. Mit wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen verboten.

- Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper und Raketen nicht blindlings weg und zielen Sie niemals auf Menschen.

- Vermeiden Sie, dass Feuerwerkskörper in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen, soweit letzteren dies gesetzlich verboten ist.

- Machen Sie alkoholisierte Personen auf die Gefahren aufmerksam oder hindern Sie sie daran, Feuerwerkskörper in gefährlicher Nähe zu brennbaren Stoffen bzw. zu Gebäuden zu zünden.

- Nehmen Sie bitte Rücksicht auf Tiere, die sehr unter dem lauten Knall explodierender Feuerwerkskörper leiden.

- Zünden Sie nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) niemals noch einmal.

- Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her. Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, dass keine Selbstentzündung möglich ist. Tragen Sie Feuerwerk niemals am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen.

- Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.

- Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.
Thema „Adventszeit“ für die LFV-Artikelserie zur Feuerwehr-Jahresaktion 2008/2009

„Trügerischer Kerzenschein“


Der sorgsamere Umgang mit Kerzenlicht und die größere Verbreitung von Rauchmeldern könnten in der Adventszeit mehrere tausend folgenschwere Brände vermeiden. „Unachtsamkeit mit Kerzenlicht ist in der Advents- und Weihnachtszeit eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände“.
„Diese Brände werden meist viel zu spät entdeckt und führen dann oft zu Personenschäden durch Rauchgasvergiftungen.“ „Rauchmelder in der Wohnung verringern dieses Risiko enorm, weil sie rechtzeitig Alarm geben. Sie sollten deshalb in keinem Kinderzimmer und in keinem Schlafzimmer fehlen und sind das ideale Geschenk zum Nikolaus oder zu Weihnachten“.
Bereits ab 5 Euro sind die kleinen „Lebensretter“ im Handel zu haben. Wichtig ist, dass diese eine Zulassung vom Verband der Sachversicherer (VDS) haben und somit gewissen Prüfkriterien unterliegen.
Adventszeit
Sicherheitstipps für eine sichere Adventszeit

Für eine sichere Vorweihnachtszeit geben wir folgende Tipps:

- Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung.

- Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.

- Adventskränze gehören auf eine nichtbrennbare Unterlage.

- Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins!

- Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie ganz heruntergebrannt sind.

- Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und ist dann umso leichter entflammbar. Ziehen sie solche Brandfallen rechtzeitig aus dem Verkehr. Verwenden Sie nur frisch gebundene Adventskränze.

- In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen.

- Stecken Sie die Kerzen mit Haltern aus nicht brennbarem Material auf den Kranz.


Weitere Informationen unter www.rauchmelder-lebensretter.de
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Feuerwehr-Jahresaktion: Über das Rauchen im Bett

„Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit“, steht mahnend auf jeder Zigarettenschachtel geschrieben. Dass Rauchen in entsprechender Umgebung auch lebens- und brandgefährlich sein kann, steht nicht darauf. So kommen bei verheerenden Bränden in Hotels, Gaststätten und Diskotheken, aber auch zu Hause durch fahrlässigen Umgang mit Tabakwaren und glimmenden Tabakresten immer wieder Menschen um, und Millionenwerte werden vernichtet. Die Zigarette ist allemal eine gefährliche Bettgespielin – wer beim Rauchen einschläft, der könnte sich und seinen Mitmenschen eine unangenehm heiße Nacht bescheren. Wachen Auges oder bei Beachtung einiger Regeln kann ein solcher „Tanz auf dem Vulkan“ vermieden werden:

Rauchen Sie nie im Bett - die Asche die runter fällt könnte Ihre eigene sein!

Nachdem Zigarettenglut nicht nur im Bett eine immer wiederkehrende Brand- und Todesursache in den Einsatzstatistiken der Feuerwehren ist, empfiehlt Ihre Feuerwehr:

Benutzen Sie den Aschenbecher, und drücken Sie Zigaretten sorgfältig aus.

Asche und Kippen gehören nicht in den Mülleimer.
Glutreste können noch nach Stunden einen Schwelbrand auslösen.

Rauchen Sie Ihre Betthupferl-Zigarette nicht im Sessel oder Bett - vor allem nicht, wenn Alkohol im Spiel ist. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn selbst wenn Sie mit heiler Haut davongekommen sind, braucht die Versicherung in solchen Fällen grober Fahrlässigkeit nicht zu zahlen.

Das Rauchen im Keller und auf dem Dachboden ist gefährlich. Unbemerkt abfallende Glut verursacht nicht selten einen Brand.

Rauchen Sie nie beim Umgang mit leicht entzündlichen Stoffen.

Halten Sie sich an Rauchverbote,
etwa an Tankstellen, Lagerräumen, Labors, Arbeitsstätten, Theatern und beim Spaziergang im Wald.

RauchenRauchmelder im Haushalt können verhüten, dass Menschen durch Brände sterben. Experten gehen davon aus, dass bis zu 95 Prozent der Brandopfer durch richtig installierte Rauchmelder vermieden werden könnten.
Weitere Informationen unter http://www.rauchmelder-lebensretter.de.